Studien, Austausch, Diskussion – Joint Academy präsentiert Highlights vom EULAR-Kongress

Nach erfolgreicher Premiere der Joint Academy im vergangenen Jahr, wurde auch 2017 wieder deutschen Nachwuchsrheumatologen ihre Teilnahme am EULAR Annual European Congress of Rheumatology ermöglicht. Die Highlightpräsentationen der Joint Academy stehen zum Download zur Verfügung.

Schirmherrschaft

Für viele Teilnehmer der Joint Academy ist es der erste Besuch eines internationalen medizinischen Kongresses. Als Schirmherren und Mentoren begleiteten Prof. Matthias Schneider und PD Dr. Christof Iking-Konert die jungen Rheumatologen während des Aufenthalts:

Joint-Academy Portraits: Prof. Dr. med. Matthias Schneider

Prof. Matthias Schneider,
Leiter der Rheumatologie Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

Joint-Academy Portraits: Priv.-Doz. Dr. med. Christof Iking-Konert

PD Dr. Christof Iking-Konert
Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie am UKE Hamburg

„Die Teilnehmer der Joint Academy lernen, mit wissenschaftlichen Daten umzugehen, diese zu bewerten und kritisch zu hinterfragen. Jenseits einer reinen Kongressreise bietet die Academy somit auch einen edukatorischen Aspekt: Es ist keine passive Kongressreise; vielmehr haben die jungen Kolleginnen und Kollegen durch ihre Vorträge auch eine aktive Leistung erbracht. Das hat mich gefreut an dem Konzept. Die Joint Academy 2016 war ein Pilotprojekt mit einer sehr positiven Resonanz, das als Instrument der Nachwuchsförderung in Zukunft sicherlich fortgeführt werden wird.“

Konzept

Die Joint Academy ist ein speziell für den medizinischen Nachwuchs entwickeltes Format von Rheumatology TODAY. Sie vermittelt die Teilnahme an einem wissenschaftlichen Kongress als Element des wissenschaftlichen Arbeitens.

In diesem Jahr vergab die Joint Academy elf Plätze. Die Teilnehmer erwartete ein abwechslungsreiches Programm, das schon vor der Reise begann: Um optimal auf den Kongress vorbereitet zu sein, informierten sich die Teilnehmer im Vorfeld über das Programm und wählten aus allen Beiträgen ihr persönliches Highlight aus. Im Kreis der Joint Academy-Teilnehmer wurden unter wissenschaftlicher Anleitung die Highlights diskutiert und unter anderem im Hinblick auf ihre Praxisrelevanz diskutiert. Die Präsentationen der Abschlussdiskussion stehen das ganze Jahr über zum Download zur Verfügung.

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Joint Academy 2017 – Highlights

Hier finden Sie die Beiträge der Abschlussdiskussion in Madrid und das persönliche Feedback der Joint Academy-Teilnehmer.

  • Joint-Academy-Portrait-Ates

    Was ist die Rolle von Steroiden bei der Induktion von DM bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis? Eine Beobachtungs-Kohorten Studie

    Zeynep Ates | ACURA Kliniken Bad Kreuznach

    Zeynep Ates interessiert sich besonders für die Rolle der Steroide bei der Entwicklung von Diabetes bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis. Dank der Joint Academy ist dieses Interesse weiter gewachsen: „Die Diagnose ‚Diabetes‘ stellen wir häufig bei RA-Patienten. Darum war es mir wichtig, anhand der Studie den Zusammenhang genau zu erfahren. Die Joint Academy kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Man hat einen roten Faden für den Kongress und ist den Massen an Informationen nicht hilflos ausgeliefert.“

    Zeynep Ates

  • Joint-Academy-Portrait-Chatzistefanidi

    ASCA (anti-saccharomyces cerevisae antikörper) in sclerodermie

    Varvara Chatzistefanidi | Rheumazentrum Ruhrgebiet

    Varvara Chatzistefanidi‘s Höhepunkt bei der Joint Academy war ihr Vortrag über Sclerodermie (SSc) und die ASCA-Antikörper bei SSc-Patienten und auch sonst haben sich ihre Erwartungen an das Format voll erfüllt: „Durch die Joint Academy habe ich nette Menschen kennengelernt, Vorträge zu relevanten Themen gehört sowie Tipps für das Erstellen und Vortragen von Präsentationen erhalten.“

    Varvara Chatzistefanidi

  • Joint-Academy-Portrait-Guenthel

    Anti-rna polymerase iii subset of scleroderma patients

    Dr. med. Dirk Günthel | Bezirksklinikum Obermain

    Dr. Dirk Günthel hat von der Joint Academy profitiert: „Durch die Teilnahme an der Joint Academy habe ich gelernt, wie wissenschaftliches Herangehen an ein praxisrelevantes Thema funktioniert“. Auch um sich auf einem großen Kongress zu orientieren, war die Joint Academy für ihn hilfreich: „Sehr empfehlenswert finde ich, besonders für Kongress-Neulinge, dass man Struktur und Wesen eines solchen Kongresses verstehen lernt. So irrt man nicht hilflos herum.“

    Dirk Günthel

  • Joint-Academy-Portrait-Hamori

    MRI im Einsatz zum Wirkungsnachweis von Tofacitinib bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis

    Dr. med. Judit Hamori | Knappschaftskrankenhaus Püttlingen

    Dr. Judit Hamori sieht in Tofacitinib ein vielversprechendes Medikament zur Behandlung von Morbus Bechterew. Deshalb referierte sie zum Thema „MRT im Einsatz zum Wirkungsnachweis von Tofacitinib bei Patienten mit ankylosierender Spondylitis“. Ihr Resümee: „Die Joint Academy bot mir die Gelegenheit, mein Thema einer kleinen Gruppe von Kollegen vorzutragen und gemeinsam darüber zu diskutieren. Wir wurden aktiv in Vorträge eingebunden und durch den Kongress geführt.“

    Judit Hamori

  • Joint-Academy-Portrait-Holz

    Dominant b-cell receptor clones in peripheral blood predict onset of arthritis in individuals at risk for rheumatoid arthritis

    Dr. med. Anna Holz | MH Hannover

    „Ich habe gehofft, durch die Joint Academy einen Einblick in das Arbeiten anderer junger Rheumatologen zu bekommen. Dabei habe ich sowohl menschlich als auch fachlich jede Menge mitgenommen – das fand ich klasse. Der Kongress hat mich sehr bereichert: Durch die zahlreichen Vorträge zu den unterschiedlichen Themen habe ich einen Überblick über viele verschiedene Themengebiete erhalten. Die Joint Academy kann ich allen angehenden Rheumatologen nur empfehlen. Es ist eine gute Möglichkeit, sich auszutauschen und neue Anregungen zu erhalten.“

    Anna Holz

  • Joint-Academy-Portrait-Krusche

    Efficacy and safety of adalimumab in behçet’s disease related uveitis: a multicenter retrospective observational study

    Dr. med. Martin Krusche | Asklepios Hamburg Altona

    Die Therapie mit TNF-Alpha-Blockern ist für die Uveitis bei Morbus Behcet nicht zugelassen. Nachdem Dr. Martin Krusche vielversprechende Studiendaten auf dem Kongress präsentieren konnte, hofft er aber, diese bald im Rahmen seiner Morbus-Behcet-Sprechstunde anwenden zu dürfen. Begeistert war Krusche auch von der Joint Academy: „Das Format bietet die Möglichkeit, die spannenden und neuen Entwicklungen live von den Experten präsentiert zu bekommen. Außerdem kann man hier mit Kollegen aus dem In- und Ausland in Kontakt kommen, sich austauschen und Erfahrungen teilen.“

    Martin Krusche

  • Joint-Academy-Portrait-Pechmann

    Anti-dfs70 antibody – a biomarker that aid in the exclusion of ana associated rheumatic diseases

    Dr. med. Georg Pechmann | Bezirksklinikum Obermain

    Nicht nur informativ, sondern auch praxisrelevant fand Dr. Georg Pechmann die Vorträge beim EULAR. Seine neuen Erkenntnisse kann er direkt bei seinen Patienten einsetzen. Als besonders hilfreich empfand er, dass die Highlights noch mal mit erfahrenen Kollegen besprochen und mit ihrer Hilfe eingeordnet wurden. Aber nicht nur der Lerneffekt machte das Programm für den jungen Rheumatologen interessant: „Beim EULAR 2017 in Madrid habe ich mich lediglich auf spannende Themen gefreut. Die Joint Academy hat mir darüber hinaus zu neuen Kontakten und dem Austausch mit Kollegen verholfen.“

    Georg Pechmann

  • Joint-Academy-Portrait-Schaefer

    Tofacinib, an oral janus kinase inhibitor, in the treatment of rheumatoid arthritis: safety and efficacy in open-label, long-term extension studies over 8 years

    Dr. med. Kerstin Schäfer | MVZ Porz am Rhein

    „Bei neu zugelassenen Medikamenten ist es immer wichtig, das Risikoprofil genau zu kennen“, betonte Dr. Kerstin Schäfer. Deshalb referierte sie über Tofacitinib, das kürzlich zur Therapie der Rheumatoiden Arthritis zugelassen wurde. „Die Joint Academy ist absolut empfehlenswert – insbesondere für junge Kollegen, die noch nie auf einem großen Kongress waren. Schön ist, dass man nicht alleine am Kongress teilnimmt, Erfahrungen austauscht und viele Kollegen aus ganz Deutschland kennenlernt. Auch der Dialog mit Kollegen aus anderen Kliniken war sehr spannend. Ebenso kann man von der Abstract-Runde am letzten Tag profitieren: Der fachliche Austausch mit einem erfahrenen Kollegen sowie die Tipps zum ersten Kongressbesuch waren sehr hilfreich.“

    Kerstin Schaefer

  • Joint-Academy-Portrait-Scholz

    Körperliche Aktivität bei Patienten mit entzündlich rheumatischen Erkrankungen

    Dr. med. Michaela Scholz | Universitätsmedizin Mainz

    Dr. Michaela Scholz ist überzeugt, dass Bewegung die Lebensqualität erhöht – besonders bei rheumatischen Erkrankungen. Rheumatologen sollten ihrer Ansicht nach ihre Patienten dazu motivieren, selbst aktiv zu werden. „Die Joint Academy ist für mich ein hervorragendes Format, um den Kongress gezielt nutzen und mich über neue Therapieoptionen informieren zu können.“

    Michaela Scholz

  • Joint-Academy-Portrait-Weber

    The effect of glucocorticoids on bone mineral density in patients with rheumatoid arthritis: a systematic review and meta-analysis

    Katrin Weber | Universitätsklinikum Würzburg

    Trotz Nebenwirkungen spielen Glukokortikoide in der Rheumabehandlung eine große Rolle. Darum hat Dr. Katrin Weber sich entschlossen, ihren Vortrag über den Effekt der Glukokortikoide auf den Knochenstoffwechsel zu halten. Der Dialog mit anderen jungen Rheumatologen machte die Joint Academy für sie besonders: „Mit Kollegen zu diskutieren und sich über die diagnostischen und therapeutischen Herangehensweisen an anderen Kliniken auszutauschen, war für mich ausgesprochen interessant.“

    Katrin Weber

  • Joint-Academy-Portrait-Zacharopoulou

    Vitamin D status and disease activity in patients with rheumatoid arthritis

    Maria Zacharopoulou | Rheumazentrum Ruhrgebiet

    Für Maria Zacharopoulou war es ein besonderes Erlebnis, an der Joint Academy teilzunehmen: „Es hat mich gefreut, Kollegen aus ganz Deutschland kennenzulernen sowie wissenschaftliche und praktische Erkenntnisse auszutauschen. Die Teilnahme an der Joint Academy ist eine gute Gelegenheit, um erfahrenen Kollegen Fragen zu stellen – offen und unkompliziert. So kann jeder diese Erfahrungen in seine Praxis integrieren.“

    Maria Zacharopoulou